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Medline-Zugänge
Verschiedene Zugänge zur Medline bieten unterschiedliche Suchoberflächen mit z.T. deutlich anderer Erschliessung des Datenbestandes und sollten vor allem bei Problemen eingesetzt werden; wenn z.B. gute Ergebnisse nicht in ausreichender Zahl zu bekommen sind oder für die Recherche nach schlecht definierten Problemen/Zielen/Risiken/Nebenwirkungen.
Medline Links
Ein neues Angebot der National Library of Medicine (NLM), das sich noch in der Entwicklung befindet.
AskMedline ermöglicht "quasi-natursprachliche" Medline- bzw- Pubmed-Abfragen. Dabei erfolgt aber keine Sortierung der Ergebnisse nach Relevanz. Auch ein direkter Export der Ergebnisliste in einen Zitatenmanager wie Endnote, ReferenceManager oder RefWorks ist nicht möglich.eTBLAST ist eine Medline-Suchoberfläche, die von der Computational Biology Group des Southwestern Medical Center der University of Texas entwickelt wurde.
Die Such-Oberfläche erlaubt es, nach ähnlichen Sätzen und ganzen Absätzen zu suchen; ungefähr so wie die Funktion "Related Articles" in Pubmed. Gefundene Artikel kann man markieren und in neue Suchen einbeziehen - also quasi mehrere Artikellisten relevanter Artikel miteinander zur Suche kombinieren.Alfred Eaton ist der Betreiber dieser Pubmed-Suchoberfläche, die schon vor dem National Center for Biotechnology Information, der "Herstellerin" der Pubmed-Weboberfläche, als Besonderheit so genannte RSS-Feeds integrierte. (Seit Oktober 2005 bietet die "Original-Pubmed" dieses Merkmal auch.)
Darüber hinaus bietet Hubmed noch die Verlinkung zu Volltexten, sofern man den Internet-Zugang einer Institution benutzt, die diese Volltexte elektronisch vorhalten und die Verlinkung der Volltexte auch unterstützen.
Des weiteren bietet Hubmed als Besonderheiten noch verschiedene "Schmankerln" wie das Sortieren der Suchergebnisse nach Relevanz hinsichtlich der Suchabfrage und eine Übergabe der Daten an XploreMed, ein web-basierendes Programm zur Darstellung der Relationen zwischen Wörtern und Begriffen aus einem Abfrage-Ergebnis, das von der Bioinformatics Group des Ottawa Health Research Institute bereitgestellt wird.Der Medline-Zugang über Infotrieve bietet die Möglichkeit, "natursprachliche" Suchen durchzuführen. Dies kann manchmal auch zur ersten Orientierung bei den Vorrecherchen nützlich sein. Darüber hinaus bietet Infotrieve auch eine ausgefeilte Befehlssyntax bei Benutzung der Boolschen Suchfunktion. Kreditkarte und Registrierung vorausgesetzt, kann man Volltexte direkt über Infotrieve bestellen.
Im Internet finden sich noch immer (in 2006) viele Links zu "Grateful Med" und Anleitungen zur Benutzung dieser Medline-Suchoberfläche. Der hier angegebene Artikel der NLM erklärt, was mit "Grateful Med" und einigen anderen Datenbanken bzw. Such-Oberflächen im Laufe des Jahres 2001 geschehen ist...
Eine Webseite von William M. Detmer, Professor an der University of Virginia.
Die Checkliste ist zwar schon älter (1997), aber immer noch nützlich und erklärt in einfachen Worten die Vor- und Nachteile verschiedener Medline-Zugänge.Dieser Link führt zu einer Suchoberfläche der Medline (inklusive PubMed), der vom Deutschen Medizin-Forum bereitgestellt wird. Die Suchoberfläche beruht auf dem Knowledge-Finder-System, das neben der traditionellen "Boolschen Logik" mit Hilfe einer unscharfen "Fuzzy-Suche" auch bei sehr schwierigen und unscharf begrenzten Suchen noch fündig wird. Diese Medline-Suchmaschine eignet sich deshalb auch sehr gut für Recherche-Anfänger. Daneben bietet diese Medline-Suchmaschine einen ganzen Satz von Funktionen, die dem Nutzer die Suche vereinfachen können: Das "ConceptMapping" liefert einen guten Überblick über die Abbildung der eigenen Suchanfrage auf den definierten, kontrollierten Wortschatz der Medline, den MeSH. Darüber hinaus werden viele Dinge von der Suchmaschine automatisch vorgenommen, die der Benutzer sonst selbst übernehmen muss: automatische Trunkierung, automatische Suche nach Schreibweise-Variationen, wie z.B. amerikanischer der englischer Schreibweise; Einbeziehung grammatischer Wort-Varianten. Die Ergebnisse werden gewichtet und in absteigender Gewichtung (Relevanz) dargestellt, so dass die Wahrscheinlichkeit, gute Resultate zu sehen, am Beginn des Ergebnisdatensatzes grösser ist. In die Gewichtung gehen neben der Beachtung der MeSH-Schlagwörter auch Faktoren ein wie die generelle Häufigkeit oder Seltenheit eines Wortes in der Literatur insgesamt sowie die Platzierung eines Wortes im Gesamtdokument. Die KnowledgeFinder-Suche kann sinnvoll eingesetzt werden, wenn andere Suchmaschinen zu wenig oder keine Resultate liefern oder zur Konzeptualisierung bei typisch "unscharfen" Themen wie "Patientenbedürfnisse". Die KnowledgeFinder-Suchmaschine kann alternativ auch über Medscape erreicht werden. Falls beim Aufrufen der Seite eine Fehlermeldung erscheint, kann es am Browser liegen - einfach mal einen anderen Web-Browser verwenden.
Eine Webseite, die in englischer Sprache über verschiedene Medline-Suchoberflächen informiert und viele nützliche Tipps zu Medline bereithält.
Die Seite basiert auf dem Werk von Katcher: MEDLINE: a guide to effective searching in PubMed and other interfaces. 2nd ed. San Francisco: Ashbury Press; 2006.Ein über Pubmed Central frei zugänglicher Artikel, der einen Vergleich verschiedener Medline-Zugänge beschreibt. Das interessanteste Ergebnis besthet darin, dass selbst identische Suchstrategien zu unterschiedlichen Treffern bei den untersuchten Medline-Zugängen (PubMed, BioMail, JADE, PubCrawler, OVID, ScienceDirect) führten. In der Mehrzahl der Fälle führte die Pubmed-Suche (Cubby, jetzt MyNCBI genannt) zur höchsten Trefferzahl; außerdem lieferte Pubmed die aktuellsten Ergebnisse. Bei den vielen Suchdurchläufen stellten die Untersucher fest, dass in Einzelfällen ein oder zwei Artikel in einem der anderen Dienste, aber nicht in Pubmed in der Trefferliste auftauchten. Die Ursache konnten nicht geklärt werden. Die Studie wurde 2003 durchgeführt - doch sprechen meine Erfahrungen dafür, dass der Vergleich heute noch ungefähr genau so ausgehen würde.
Eine weitere Medline-Suchoberfläche, die sich besonders als Start einer Handsuche in speziellen Zeitschriften eignet, findet sich auf den Webseiten des New England Journal of Medicine. Hier kann man bequem und gezielt die Zeitschriften per Mausklick auswählen, in denen dann gesucht werden soll, es lässt sich auch eine Einschränkung "General Internal Medicine Journals" vornehmen.
Ein kurzer Überblick und eine Gegenüberstellung der Zugänge mittels Ovid und Entrez; ausserdem weiterführende Informationen, Tutorials etc.in englischer Sprache bietet die Bibliothek der Drexel Universität in Philadelphia, USA.
MeSH database tutorials.
MEVA ist eine Entwicklung des Instituts f. Med. Statistik und Epidemiologie der TU München.
Es handelt sich um einen experimentellen Service, der Beziehungen und Begriffs-Schwerpunkte in Medline-Suchen herausarbeiten kann. Dies kann hilfreich sein, um die Bedeutung einzelner Fund-Artikel besser einzuschätzen. Dies ist auch hilfreich zur Qualitätskontrolle einer Suche und um eine neue Suche mit veränderten Begriffs-Schwerpunkten zu formulieren.
Leider ist der Server nicht immer erreichbar...Hier findet man wichtige Informationen über Veränderungen der Pubmed-Funktionalitäten und andere Services der National Library of Medicine.
Ovid MEDLINE Technologies Field Guide- hier findet man die Abkürzungen der Feldbezeichner in Ovid-Medline.
Ovid MEDLINE In-Process & Other Non-Indexed Citations (PREM)Ovid Technologies Field Guide- here you fin abbreviations of field descriptors in Ovid-Premedline.
Ovid MEDLINE In-Process & Other Non-Indexed Citations (PREM)Ovid Technologies Field Guide- hier findet man die Abkürzungen der Felbezeichner in Ovid-Premedline.
Hier werden die Limit-Funktionen in Ovid erklärt und denen von Pubmed gegenübergestellt; es werden auch andere Unterschiede zwischen Ovid-Medline und Pubmed erklärt.
Pubcrawler bietet eine weitere interessante Option der Medline-Pubmed-Suche, die insbesondere für regelmässige Updates vorhandener Suchergebnisse nützlich sein kann. Nähere Infos kann man auf der PubCrawler-Homepage am Trinity College Dublin in Irland nachlesen. Entwickelt wurde (und wird) dieser Dienst von Karsten Hokamp and Ken Wolfe im Department of Genetics des Trinity College Dublin.
Diese Medline-Suchoberfläche lehnt sich an SumSearch an und bietet die gleichen Möglichkeiten der Filterung mittels der an McMaster University in Canada (Hedges-Team) entwickelten Strategien; auch ist hier ebenfalls die Suche nach Leitlinien in dem US-amerikanischen "Guideline Clearing House" mittels des von der McMaster University entwickelten Filters für die Suche nach Leitlinien möglich.
PubMed Assistant is a stand-alone Java™ program that helps biologists and medical workers get the most out of PubMed search.
PubMed Assistant beruht auf einem Projekt von J. Ding und anderen am "Department of Electrical and Computer Engineering" der Iowa State University.
PubMed Assistant ist ein Java program, das die Literatursuche deutlich vereinfachen soll. PubMed Assistant hat eine Benutzeroberfläche, die klare Informationen über die gefundenen Zitate liefert und zudem nützliche Merkmale aufweist wie automatische Schlagwort-Hervorhebung, Export in Zitaten-Manager-Software, klickbare Links zu Google Scholar, und weitere Funktionen, die in PubMed nicht vorhanden sind.Dies ist die "Original-PubMed"-Oberfläche, so, wie sie vom National Cener of Biomedical Information im Auftrag der National Library of Medicine bereitgestellt wird. Die National Library of Medicine ist die Besitzerin und Betreiberin der Medline, der weltgrössten medizinischen Datenbank. PubMed enthält zusätzlich noch Publikationen, die noch "in process" sind, d.h., die noch nicht fertig indexiert sind. Eine systematische Suche in der Pubmed startet man am Besten von dem MeSH -Thesaurus aus - man kann dann dort zunächst erfahren, welche Index-Ausdrücke = MeSH-Terms zu dem Thema der Suche existieren; und man sieht auch direkt, ab wann diese MeSH-Terms von der National Library of Medicine (NLM) in den systematischen Schlagwortkatalog aufgenommen wurden.
Registrierungsseite und Login für eine experimentelle Pubmed-Suche.
Pubmed Informer stellt eine an Google erinnernde, "sparsame" Oberfläche für die Medline/Pubmed-Suche bereit. Angeboten wird die Seite von der NLM im Rahmen eines Projektes des Lister Hill National Center for Biomedical Communications.
Die Bedienung erfolgt intuitiv über Schieberegler (Slides); wer sich für theoretische Hintergründe dazu interessiert, kann diese hier nachlesen.
Der Hinweis auf diese neue experimentelle Oberfläche kam von Hilda Bastian, vielen Dank dafür!Bei SumSearch handelt es sich um eine Suchoberfläche für die Medline-Datenbank und einige andere Datenbanken (DARE, National Guideline Clearing House, FDA-Datenbanken), die SumSearch kombiniert. Diese Suchmaschine ist besonders bei umschriebenen klinischen Fragen sehr geeignet. Sie bietet die Möglichkeit, die Suche unkompliziert einzugrenzen auf Fragen, die nur die Therapie (Intervention), nur die Diagnose, nur die Prognose, nur die Prävention oder nur Risiko oder Nebenwirkungen (adverse affects). Bei den Ergebnissen wird sehr auf gute wissenschaftliche Qualität Wert gelegt (Evidenz); SumSearch bietet direkte Integration der Evidenzfilter der Gruppe um R.B. Haynes von der McMaster University in Canada (Hedges-Team). Es wird Boolsche Logik verwendet, MesH-Terms sind hilfreich. Darüber hinaus ist die Suchmaschine quasi "intelligent": Wenn SumSearch nicht genügend Ergebnisse mit einer Suchanfrage bekommt, wird die Anfrage automatisch weiter gefasst (z.B. weitere Felder in die Suche einbezogen) und auf mehrere Datenbanken ausgedehnt, so dass mehr Ergebnisse angezeigt werden können. Zum theoretischen Hintergrund von SumSearch kann man unter SumSearch Details etwas nachlesen.
TDI ist ein amerikanischer Literatur-Lieferdienst in Los Angeles, Kalifornien. Als Service für die Nutzer dieses Dienstes bietet TDI auch eine vereinfachte Suchoberfläche für Medline an, die einen Kompromiss aus Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität und Spezifität der Suche darstellt.
Die einfache Suche verbindet automatisch alle eingegebenen Begriffe mit "or", die "advanced"-Suche erlaubt auch andere Boolsche Verknüpfungen.